Selbstbehandlung von Vaginismus

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Vaginismus und Dyspareunie sind relativ einfach behandelbar. Sie benötigen weder teure Medikamente, Psycho- oder Sexualtherapie, eine Operationen, noch eine Therapie bei einer Therapeutin.

 

Warum ein Therapieprogramm wichtig ist

Viele betroffene Frauen sind lange Zeit auf der Suche nach Lösungen. Sie haben schon einige Therapieversuche wie Psychotherapie, Sexualtherapie, Biofeedback o.ä. hinter sich, die nichts gebracht oder die Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sogar noch verstärkt haben. Dies entmutigt und verunsichert. Für einen neuen Start fehlt der Frau dann auch leider häufig die Motivation und der Durchhaltewillen.
Mit einem Therapieprogramm werden Sie Schritt für Schritt durch die Vaginismusbehandlung geführt. Die Gefahr, dass Sie bei einem Schritt scheitern und Sie danach das Training meiden oder die Symptome sich verschlimmern ist relativ klein. Gerade solche Situationen werden in einem guten Programm aufgefangen und Sie erhalten Hilfestellungen, wie Sie mit Schwierigkeiten beim Training umgehen können.

 

Was Sie für eine Selbstbehandlung benötigen

  • Durchhaltewillen und Selbstdisziplin
  • Mut etwas alleine auszuprobieren
  • Selbstvertrauen, dass es schon richtig ist, was Sie tun. Z.B. dass Sie die Beckenbodenübungen schon richtig machen, wenn Sie sich genügend Zeit dafür nehmen.
  • Vaginaltrainer, z.B. Dilatoren-Set Amielle
  • Ein gutes Gleitmittel
  • Ein Therapieprogram, z.B. Ratgeber Vaginismus 'Wenn die Liebe schmerzt'
  • Ein Besuch bei einer Ärztin, einem Arzt Ihres Vertrauens für eine Diagnose und um Erkrankungen auszuschliessen, die einer Behandlung bedürfen

Wann benötige ich eine Therapie?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Sie benötigen dann eine therpeutische Begleitung, wenn Sie sich unsicher oder unwohl fühlen.

 

Vaginismus Therapie

Bei Schwierigkeiten oder Unsicherheit mit :

  • Beckenbodentraining
  • Entspannung
  • Vaginaltraining
  • Partnerübungen

Eine Vaginismustherapeutin stellt Ihnen gezielte Übungen und Hilfestellungen speziell für Vaginismus oder Dyspareunie zusammen.

 

Sexualtherapie

Wenn während oder nach der Vaginismustherapie Schwierigkeiten mit

  • Intimität, Zärtlichkeit
  • Schwierigkeiten Sexualität alleine oder mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin offen zu leben
  • Unangenehme Gefühle, Schamgefühle bezüglich Sexualität, Intimität, Zärtlichkeit

 

Psychotherapie

  • Bei psychischem oder mentalem Druck
  • Wenn Sie unter Depressionen, Essstörungen oä. psychischen Schwierigkeiten oder Erkrankungen leiden
  • Nach sexuellem Missbrauch
  • Nach Gewalterfahrungen
  • Wenn Sie das Gefühl haben, Sie benötigen die persönliche Unterstützungen einer vertrauensvollen Person aufgrund Ihres mentalen oder psychischen Befindens

 

Medizinische Behandlung

  • Wiederkehrenden, häufigen Blasen- oder Scheidenentzündungen
  • Vor Beginn der Selbstbehandlung von Vaginismus oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. So können Sie andere Erkrankungen ausschliessen und erhalten eine Diagnose.

letzte Aktualisierung: 16. November 2011

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